Ihr Kind wird lesen lernen. Buchstaben, Silben, Wörter – die Technik des Lesens bringt ihm die Schule bei.
Zu Hause entscheidet sich jedoch etwas anderes, das die Schule nicht ersetzen kann: womit Ihr Kind seine tägliche Leseerfahrung verbindet. Mit Interesse, Nähe und dem Gefühl „Ich schaffe das“ – oder nur mit einer Pflichtübung.
Manchmal entscheidet sich das schnell und fast unbemerkt.
Ein Erstklässler liest ein Übungsheft über Kinder, die er nicht kennt, und einen Hund. Er arbeitet sich Silbe für Silbe durch ein Wort, kommt am Ende des Satzes an – und weiß schon nicht mehr, wie der Satz angefangen hat.
Die Anstrengung ist da – die Geschichte nicht.
Und nach und nach kann ein Kind zu einem Schluss kommen, der sich später nur schwer ändern lässt:
Lesen ist langweilig.
Nicht: „Das fällt mir noch schwer.“
Sondern: „Langweilig.“
Warumy ist dafür gemacht, die Wahrscheinlichkeit genau dieses Gefühls zu verringern und Ihrem Kind einen anderen Grund zu geben, ein Buch aufzuschlagen.
Gleich vorweg: Das ist keine Revolution
Wir haben keine neue Methode erfunden, Kindern das Lesen beizubringen. Und wir behaupten auch nicht, etwas entdeckt zu haben, was Pädagoginnen und Pädagogen nicht längst wissen.
Alles, worauf Warumy aufbaut, ist seit Langem bekannt und in offiziellen Handreichungen beschrieben: das Anknüpfen an Inhalte, die ein Kind bereits kennt, wiederholtes Lesen, kurze regelmäßige Einheiten sowie Texte, die für das Kind Bedeutung haben und sein Interesse wecken.
Jeder dieser Bausteine ist für sich genommen längst bekannt.
Besonders deutlich findet sich diese Logik im bayerischen LehrplanPLUS. Dort wird hervorgehoben, dass Kinder Kompetenzen mitbringen, die sie lange vor dem Schuleintritt erworben haben – unter anderem durch Erzählen und Vorlesen in der Familie – und dass der Unterricht an diese Erfahrungen und an das Vorwissen der Kinder anknüpft.
Auch die Arbeit am Lesen wird dort nicht mit inhaltsleeren Übungen verbunden, sondern mit bedeutungsvollen Wörtern, Sätzen und Texten:
„Das Aufbauen und Üben von Lese- und Schreibroutinen geschieht immer anhand von Wörtern, Sätzen und Texten, die inhaltlich bedeutungsvoll sind.“
Eine der zentralen Aufgaben wird dort besonders klar formuliert:
„Zentrale Aufgabe ist der Aufbau einer nachhaltigen Lesemotivation. Dies gelingt, wenn Schülerinnen und Schüler ein Selbstkonzept entwickeln, in dem sie sich als erfolgreiche, freudige Leserinnen und Leser wahrnehmen.“
Unsere Arbeit bestand also nicht darin, etwas Neues zu entdecken, sondern darin, Bekanntes sinnvoll zusammenzuführen.
Wir haben versucht, diese Prinzipien in einem Produkt für zu Hause zu verbinden – damit Eltern nicht jedes Mal selbst passende Bücher suchen, den Schwierigkeitsgrad einschätzen, die nächste Stufe planen und die Lesezeit mit der Uhr stoppen müssen.
Warumy ist ein Werkzeug für das Lesen zu Hause.
Die Idee, auf der alles beruht
Ein vertrauter Text stellt sich dem Kind nicht in den Weg.
Wenn Ihr Kind eine Geschichte bereits von Ihnen gehört hat, die Figuren kennt und ungefähr weiß, was als Nächstes passiert, steht es beim eigenen Lesen nicht vor einem vollkommen unbekannten Text.
Ein Wort, das es langsam entschlüsseln muss, ist bereits in eine vertraute Geschichte eingebettet.
Ein Lesefehler führt nicht zwangsläufig dazu, dass die ganze Handlung verloren geht.
Und die Belohnung für die Anstrengung wartet nicht erst irgendwo am Ende der Seite: Das Kind weiß schon, warum es weiterlesen möchte.
Weil dort Warumy, Dronni, Streif, Sebastian, Ben und Mira sind.
Dieses Prinzip findet sich auch in deutschen methodischen Empfehlungen wieder. In Materialien des Ministeriums für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen wird die zentrale Bedeutung des Vorwissens für das Textverstehen hervorgehoben.
Auch wiederholtes Lesen wird dort als Strategie eingesetzt, um das Leseverstehen zu unterstützen. Für die Entwicklung der Leseflüssigkeit werden wiederholte Lautleseverfahren zudem in den Materialien von BiSS-Transfer beschrieben.
Hinzu kommt die Erfahrung des Vorlesens.
Die Vorlesestudie 2018 der Stiftung Lesen zeigt einen deutlichen Zusammenhang: Kindern mit intensiver Vorleseerfahrung fällt das Lesenlernen häufiger leicht.
Die Idee von Warumy ist deshalb sehr einfach:
Ihr Kind schlägt das zugehörige Erstlesebuch nicht nur auf, weil es Lesen üben soll, sondern weil es zurück in eine Welt möchte, die es bereits kennt.
Ein Einführungsband und vier Buchpaare
Das erste Buch ist der Einführungsband.
Es erzählt, wo Warumy herkommt, wer er ist und wie er die anderen Figuren kennenlernt.
Das Kind begegnet Warumy, der Taube Dronni, Kater Streif, der Schnecke Sebastian Schneckli, Major Rohrmann, Ben und Mira.
Danach muss es sich nicht bei jedem neuen Buch wieder in eine völlig neue Welt und unbekannte Figuren hineinfinden.
Es kehrt zu Figuren zurück, die ihm bereits vertraut sind.
Danach folgen vier Buchpaare. Jedes Buchpaar besteht aus zwei Büchern mit unterschiedlichen Aufgaben:
- ein Vorlesebuch – vollständige neue Geschichten, die ein Erwachsener dem Kind vorliest;
- ein Erstlesebuch – dieselben Geschichten, sprachlich für Leseanfänger neu aufgebaut und in kurze, sinnvolle Leseportionen gegliedert, damit ein Erstklässler sie Schritt für Schritt selbst lesen kann.
Es handelt sich also nicht einfach um zwei Ausgaben desselben Buches. Vorlesebuch und Erstlesebuch bilden gemeinsam einen Leseschritt: zuerst die Geschichte erleben, danach dieselbe Geschichte selbst lesen.
Die Struktur für das erste Lesejahr besteht damit aus einem Einführungsband und vier Buchpaaren – insgesamt aus neun Büchern.
Der Einführungsband ist als Hardcover und Taschenbuch erhältlich. Beide Ausgaben enthalten dieselben Geschichten und zählen im Lesesystem als ein Band.
Das erste Buchpaar ist bereits erhältlich: WARUMY Buch 1: Vorlesebuch und WARUMY Buch 1: Erstlesebuch.
Die vier Buchpaare begleiten das erste Lesejahr vom Herbst bis zu den Sommerferien.
Auch das Prinzip, sprachliche Anforderungen nach Lesestufe zu differenzieren, ist keine Erfindung von uns.
Eine ähnliche Logik findet sich beispielsweise in staatlichen Angeboten zur Leseförderung. Die nordrhein-westfälische Leselernumgebung LeOn arbeitet mit fachdidaktisch ausgewählten Lesetexten in unterschiedlichen Lesestufen.
Der Inhalt soll für das Kind zugänglich bleiben, während die sprachlichen Anforderungen mit seiner Lesefähigkeit wachsen.
Genau das brauchen wir.
Vier Buchpaare – vier Etappen durch das erste Lesejahr
Die Buchpaare orientieren sich am Jahreslauf.
Wenn draußen die Blätter gelb werden, begegnet das Kind den Herbstgeschichten.
Wenn Winter und Weihnachten näher rücken, verändert sich auch die WARUMY-Welt.
Im Frühling folgen neue Abenteuer, und mit dem Sommer nähert sich auch das erste Lesejahr seinem Abschluss.
Die Orientierung an den Jahreszeiten ist für sich genommen keine eigene Methode des Lesenlernens.
Sie ist eine weitere Möglichkeit, an das Vorwissen und die unmittelbare Erfahrung des Kindes anzuknüpfen.
Herbstlaub, Regen, die erste Kälte, Schnee, Weihnachtslichter oder die ersten Frühlingstage sind für ein Kind keine abstrakten Begriffe.
Es erlebt sie selbst.
Dadurch ist der Text mit etwas verbunden, das sich buchstäblich vor dem Fenster abspielt.
Eine vertraute Geschichte plus eine vertraute Jahreszeit – und der Text wird weniger zur Hürde und wieder mehr zur Geschichte.
Leseportionen von etwa zehn Minuten
Längere Geschichten sind in den Büchern zum Selberlesen bereits in kleine, sinnvolle Portionen unterteilt.
Ihr Kind kann eine Portion lesen und dort aufhören, wo die Geschichte selbst eine Pause vorsieht – und nicht erst dort, wo ihm einfach die Kraft ausgeht.
Dieser Umfang ist bewusst gewählt.
Das offizielle bayerische Portal #lesen.bayern empfiehlt Eltern kurze und regelmäßige Übungseinheiten:
„Übt man richtig und täglich, sind auch kurze Einheiten von 5-10 Minuten effektiv und viel wertvoller, als einmal in der Woche eine Stunde mit schlechter Stimmung und Druck zu üben.“
Dort wird außerdem empfohlen, eher kurze Texte oder einzelne Kapitel zu nutzen und Inhalte auszuwählen, die dem Kind wirklich gefallen.
Für Warumy bedeutet das etwas sehr Einfaches.
Ihr Kind muss nicht ein langes Kapitel auf einmal bewältigen.
Es setzt sich hin, liest einen kleinen, abgeschlossenen Abschnitt und erlebt am Ende einen klaren Abschluss.
Wenn in der Schule ein Lesepass verwendet wird, der ungefähr zehn Minuten Lesen zu Hause vorsieht, soll eine Warumy-Portion in etwa einer solchen Einheit entsprechen.
Kinder entwickeln sich dabei unterschiedlich schnell.
Ganz am Anfang der ersten Klasse reicht manchen Kindern vielleicht schon eine halbe Portion.
Das ist normal.
Die Abschnitte enden dort, wo sich die Geschichte natürlich unterbrechen und später gut fortsetzen lässt.
Die Sprache wächst mit der Schule
Jedes folgende Buchpaar wird schrittweise etwas anspruchsvoller.
Die Wörter werden länger.
Die Sätze vollständiger.
Die Satzstrukturen vielfältiger.
Die Texte nähern sich Schritt für Schritt einer natürlichen literarischen Sprache an.
Ziel ist, dass die Anforderungen ungefähr in dem Tempo wachsen, in dem Ihr Kind in der Schule neue Fähigkeiten erwirbt.
Es soll nicht plötzlich eine viel zu hohe Stufe überwinden müssen.
Aber es soll auch nicht das ganze Schuljahr auf demselben Niveau bleiben.
Der Text wächst mit dem Kind.
Das Kind selbst bemerkt dabei vor allem etwas anderes:
Die Figuren sind dieselben geblieben.
Worauf das ganze System hinausläuft
Das System hat einen konkreten Zielpunkt.
In jedem Buchpaar liest ein Erwachsener dem Kind zunächst die vollständigen Geschichten aus dem Vorlesebuch vor.
Danach begegnet das Kind denselben Geschichten im zugehörigen Erstlesebuch und liest sie selbst.
Von Buchpaar zu Buchpaar wachsen die sprachlichen Anforderungen Schritt für Schritt.
Das Ziel des ersten Lesejahres ist der Moment, in dem das Kind schließlich genau ein vollständiges Vorlesebuch wieder aus dem Regal nimmt, aus dem ihm früher vorgelesen wurde – und beginnt, es selbst zu lesen.
Den vollständigen Text.
Ohne besondere Vereinfachung.
Kein Übungsheft.
Ein richtiges Buch. Dasselbe Buch.
Wir können nicht versprechen, dass jedes Kind diesen Punkt im selben Monat erreicht. Kinder lernen unterschiedlich schnell lesen.
Aber der Aufbau von Warumy führt bewusst auf genau diesen Übergang hin.
Im bayerischen LehrplanPLUS findet sich ein Gedanke, der für uns besonders wichtig ist:
„Die Schülerinnen und Schüler erleben sich als kompetent und selbstbestimmt, wenn sie die Erfolge ihres eigenen Übens selbst erkennen.“
Deshalb ist der Übergang vom bearbeiteten Text zum vollständigen Buch nicht nur eine weitere Steigerung des Schwierigkeitsgrads.
Ihr Kind bekommt die Möglichkeit, seinen eigenen Fortschritt selbst zu erkennen.
Nicht weil ein Erwachsener sagt: „Du liest jetzt viel besser.“
Sondern weil das Buch, das früher vor allem ein Buch zum Vorlesen war, nach und nach auch zu seinem eigenen Buch wird.
Dieselbe Geschichte klingt zweimal:
zuerst mit Ihrer Stimme, später mit seiner eigenen.
Und warum trotzdem Papier
Wir entscheiden uns nicht deshalb für gedruckte Bücher, weil jeder Text auf einem Bildschirm automatisch schlechter gelesen würde.
Die Forschung zeigt ein komplexeres Bild, und es ist ehrlicher, genau das auch so darzustellen.
Die Metaanalyse von Furenes, Kucirkova und Bus fasste 39 Studien mit insgesamt 1812 Kindern im Alter von einem bis acht Jahren zusammen und verglich das Verstehen derselben Geschichten auf Papier und in digitaler Form.
Wenn ein digitales Buch im Wesentlichen nur die Papierfassung auf einen Bildschirm übertrug, zeigte sich ein Vorteil des Papiers beim Verstehen der Geschichte.
Gut gestaltete digitale Elemente, die unmittelbar mit dem Inhalt verbunden waren, konnten diesen Unterschied jedoch verringern oder sogar aufheben.
Eine breiter angelegte Metaanalyse von Delgado und Kolleginnen und Kollegen mit Daten von mehr als 170.000 Teilnehmenden stellte unter bestimmten Bedingungen ebenfalls Vorteile des Lesens auf Papier fest.
Die Autoren weisen jedoch ausdrücklich auf Unterschiede zwischen verschiedenen Textarten hin. Bei rein erzählenden Texten war das Ergebnis deutlich weniger eindeutig.
Und Warumy besteht aus Geschichten.
Die Metaanalyse von Altamura, Vargas und Salmerón untersuchte an einer sehr großen Stichprobe den Zusammenhang zwischen digitalem Freizeitlesen und Textverstehen. Im Durchschnitt war dieser Zusammenhang klein und positiv; in frühen Bildungsstufen – Grund- und Mittelschule – zeigte sich dagegen ein negativer Zusammenhang.
Dabei handelt es sich jedoch um korrelative Daten.
Sie erlauben nicht die einfache Aussage: „Bildschirmlesen verursacht schlechtes Lesen.“
Deshalb behaupten wir nicht, die Wissenschaft habe eine absolute Überlegenheit von Papier bewiesen.
Wir entscheiden uns auch aus Gründen für Papier, die unmittelbar mit dem Produkt selbst zu tun haben.
Ein gedrucktes Buch ist ein physisch abgeschlossener Gegenstand.
Es hat keine Benachrichtigungen.
Kein automatisch startendes nächstes Video.
Keinen endlosen Feed.
Eine Seite endet.
Eine Portion endet.
Ein Buch endet.
Ihr Kind kann seinen Fortschritt buchstäblich sehen und fühlen: Links wird der bereits gelesene Teil dicker, rechts der noch ungelesene dünner.
Deshalb lässt sich der Zielpunkt des gesamten Systems tatsächlich in die Hand nehmen.
Es ist keine Zahl gelesener Minuten in einer App.
Es ist ein Buch im Regal, aus dem früher ein Erwachsener vorgelesen hat und das das Kind nun nach und nach selbst lesen kann.
Tablet und Smartphone bleiben dabei ein normaler Teil des modernen Lebens.
Wir spielen Buch und Technik nicht gegeneinander aus.
Wir lassen im Alltag des Kindes bewusst auch Platz für ein anderes Format: das gedruckte Buch.
Was das für Sie als Eltern bedeutet
Sie müssen nicht ständig nach dem nächsten passenden Buch suchen.
Vier aufeinanderfolgende Buchpaare begleiten das erste Lesejahr und sind bereits nach zunehmendem Schwierigkeitsgrad aufgebaut.
Sie müssen nicht jeden Abend neu entscheiden, wie viel heute gelesen werden soll.
Die Geschichten sind bereits in kleine, sinnvolle Abschnitte gegliedert.
Sie müssen das Lesen zu Hause auch nicht in eine ständige Prüfung verwandeln.
Sie kennen die Geschichte bereits – schließlich haben Sie sie Ihrem Kind zuerst selbst vorgelesen.
Deshalb können Sie einfach zuhören, wie sich sein Lesen verändert.
Zuerst verbinden sich Silben langsam zu Wörtern.
Dann Wörter zu Sätzen.
Dann kommt Intonation hinzu.
Und eines Abends lacht Ihr Kind vielleicht schon ein wenig früher, als es die lustige Zeile laut zu Ende gelesen hat.
Dann sind die Augen der Stimme bereits vorausgeeilt.
Wir möchten außerdem die Notwendigkeit verringern, Ihr Kind ständig zum Öffnen eines Buches überreden zu müssen.
Nicht garantieren, dass es immer von selbst lesen möchte – das kann kein Buch garantieren.
Aber ihm einen zusätzlichen Grund geben, zum Text zurückzukehren:
Dort geht eine vertraute Geschichte weiter.
Eine Nacherzählung nach jeder Portion ist nicht nötig.
Über die Geschichte zu sprechen, ist dagegen sinnvoll: Wer kam darin vor? Was ist passiert? Warum hat eine Figur so gehandelt? Wo spielte die Geschichte?
Solche Fragen empfiehlt auch #lesen.bayern für Gespräche nach dem Lesen.
Und noch eine grundsätzliche Regel: Hören Sie nicht auf, Ihrem Kind vorzulesen, nur weil es in die Schule gekommen ist.
Der Vorlesemonitor 2024 der Stiftung Lesen zeigt, dass noch immer viele Kinder zu selten oder gar nicht vorgelesen bekommen. Besonders kritisch ist die Situation bei Kindern zwischen fünf und sieben Jahren: Vielen von ihnen wird selten oder nie vorgelesen.
Bei Warumy können beide Bücher an einem Abend nebeneinander bestehen.
Zuerst liest Ihr Kind seine kleine Portion selbst.
Danach lesen Sie ihm weiter vor.
Dem Abend bleiben zwei Stimmen.
Ein Werkzeug, kein Pflichtprogramm
Warumy hat keinen starren Stundenplan, keine Tabelle verbindlicher Ziele und kein System von Strafen für einen ausgelassenen Tag.
Ein paar Tage ausgelassen? Dann machen Sie einfach weiter.
Ihr Kind möchte zwei oder drei Portionen hintereinander lesen? Gut.
Es möchte zu einer Lieblingsgeschichte zurückkehren, die es bereits gelesen hat? Auch gut.
Genau dieses Wiederlesen ist eine Form des wiederholten Lesens.
Ihr Kind ist heute müde und möchte nicht selbst lesen? Dann lesen heute Sie.
Das bedeutet nicht, dass das System „kaputt“ ist.
Es sind Bücher, kein Trainingsprogramm.
Die Aufgabe besteht nicht darin, um jeden Preis ein tägliches Pensum zu erfüllen.
Die Aufgabe ist, dass Ihr Kind im Laufe des Schuljahres immer mehr Erfahrung mit dem selbstständigen Lesen sammelt und immer häufiger spürt:
Das kann ich lesen.
Wie Sie anfangen
Nehmen Sie den Einführungsband – als Hardcover oder Taschenbuch. Der Inhalt ist derselbe.
Schlagen Sie die erste Geschichte auf.
Und lesen Sie sie Ihrem Kind vor.
Heute.
Mehr braucht es im ersten Schritt nicht.
Wenn Warumy und seine Welt vertraut geworden sind, geht es mit Buchpaar 1 weiter: zuerst mit dem Vorlesebuch, danach mit dem Erstlesebuch.
Worauf wir uns stützen
Staatliche und methodische Materialien
- Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus / ISB — LehrplanPLUS Grundschule, Deutsch
- #lesen.bayern — Tipps zum Üben
- #lesen.bayern — Tipps für Eltern zum (Vor-)Lesen
- Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen — Handreichung zur Stärkung der Lesekompetenz
- Bildungsportal Niedersachsen — Leseförderung: Leseflüssigkeit
- BiSS-Transfer — Lautleseverfahren (repeated reading)
- Bildungsportal NRW — Digitale Lese-Lernumgebung LeOn (Leseraum Online)
Studien und Monitorings
- Furenes M. I., Kucirkova N., Bus A. G. (2021). A Comparison of Children’s Reading on Paper Versus Screen: A Meta-Analysis. Review of Educational Research, 91(4), 483–517.
- Delgado P., Vargas C., Ackerman R., Salmerón L. (2018). Don’t throw away your printed books: A meta-analysis on the effects of reading media on reading comprehension. Educational Research Review, 25, 23–38.
- Altamura L., Vargas C., Salmerón L. (2025). Do New Forms of Reading Pay Off? A Meta-Analysis on the Relationship Between Leisure Digital Reading Habits and Text Comprehension. Review of Educational Research, 95(1), 53–88.
- Sénéchal M., LeFevre J.-A. (2002). Parental Involvement in the Development of Children’s Reading Skill: A Five-Year Longitudinal Study. Child Development, 73(2), 445–460.
- Stiftung Lesen — Vorlesen: Uneinholbares Startkapital. Vorlesestudie 2018
- Stiftung Lesen — Vorlesen schafft Zukunft. Vorlesemonitor 2024
